Notiz an mich…

Der Weg zum Glück führt durch die Reise in meine innere Welt.
Nur das, was ich in meinem Inneren verändere, kann auch im Außen in Erscheinung treten.

hurt people hurt people

verletzte Menschen, verletzen Menschen

Gehst du damit in Resonanz? Kannst du fühlen/verstehen/begreifen, dass solange wir tiefe innere Wunden mit uns herumtragen, die wir nicht aufgearbeitet bzw. verarbeitet/gelöst/geheilt haben, diese ggf. bewusst/unterbewusst auch weitergeben? An unsere Kinder? An die Menschen um uns herum? Das diese Wunden immer und immer wieder angesprochen werden (aufgekratzt) … durch Blicke, durch Äußerungen, durch Emotionen/Gefühle, durch emotionale und körperliche Gewalt. Und das diese Wunden nicht verheilen können, solange wir zulassen, dass sie immer wieder „aufgekratzt“ werden?

Ich kann entscheiden, ob ich sie heilen lassen möchte. Du kannst das auch!

Dafür darfst du dich mit Themen wie „Opferrolle“, „übernommene Verantwortung“, „Abgrenzung“, „Selbst“, „Trauma“ und vielen mehr auseinander setzen. Mach dich auf den Weg. Hole dir Hilfe. Heile deine Wunden.

z.B. das transgenerationales Trauma: Menschen, also unsere Eltern und Großeltern bzw. die Generationen vor uns, die den Krieg erlebt haben, reagieren oft mit Verdrängung/Abspaltung und haben ihre eigenen traumatischen Situationen selten verarbeitet. Das eine ist das, was ihnen angetan wurde, was sie erleben mussten und das können so schreckliche/grausame Erlebnisse sein, die einfach „unaussprechlich“ sind.

Ich glaube, dass genau darin die Krux besteht. Ich glaube, das Schlimmste ist das Schweigen über das, was „damals“ passiert ist. Durch dieses Schweigen kann man sich nicht mitteilen, man kann sich nicht in seinem Schmerz zeigen, man holt sich keine Hilfe, man heilt nicht. Man verdrängt! Man spaltet sich von sich selbst ab. Von seinen Gefühlen, seinem Schmerz… Vielleicht glaubt man so gar, dass man das irgendwann vergisst, wenn man einfach nicht darüber redet.

Wir alle kennen wohl diese Aussprüche ala „was uns nicht umbringt, macht uns nur härter/stärker“, „ein Indianer kennt keinen Schmerz“ und „die Zeit heilt alle Wunden“.
FUCK NEIN.

Man fühlt, dass etwas passiert ist, aber keiner redet mit einem darüber. Eine Folge davon ist, dass unsere Großeltern und Eltern sehr häufig für uns als Kinder/Enkel nicht sehr empathisch waren. Sie haben uns nicht gesehen/gefühlt weil sie sich selbst nicht mehr gesehen/gefühlt haben. Sie haben uns als Babys schreien lassen, obwohl wir gerade dann Sicherheit und Zuwendung gebraucht hätten. Sie haben uns den Po versohlt mit der puren Hand oder mit Hilfsmittel wie dem Latschen, Holzlöffel, Gürtel, uns Ohrfeigen gegeben, Nackenschläge, weil sie es ggf. selbst so erfahren haben. Sie konnten sich diese körperliche Gewalt an Ihren Kindern/Enkel vor sich selbst und vor anderen damit rechtfertigen, dass dies „ja nicht so schlimm ist, wie das was sie selbst erlebt haben“. Ein aufgeschlagenes Knie ist in ihrem Erleben nun mal nicht so schlimm, wie im Krieg Körperteile zu verlieren, zuzusehen wie jemandem durch Soldaten Gewalt angetan wird oder zu sterben. Ein touchy Onkel ist nicht so schlimm wie eine Vergewaltigung. Emotionaler Missbrauch (wie verbale Angriffe, konstanter Kritik, Manipulation) und körperliche Verletzungen nicht so schlimm ist, wie im Bombenkeller zu sitzen und Todesangst zu haben.

Was bleibt?

Von Generation zu Generation werden diese unbewussten Muster aktiv und passiv weitergegeben. Sie führen zu Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatischen Krankheiten, Süchten, Ängsten usw. und zeigen sich z.B. in Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Vertrauensverlust, Bindungsunfähigkeit, Wahl toxischer Umgebungen & Partnern, Selbstwertproblematiken usw.

Möchtest du diese Wunden heilen?
Für dich. Für dein Umfeld. Für die folgenden Generationen.

Impfung und deren Folgen…

Ja, ich bin geimpft. Durchgeimpft. Und ja, ich habe diese Entscheidung getroffen, obwohl vieles in mir rebelliert, ich von der deutschen Gesundheitspolitik in diesem – wie auch in vielen anderen – Punkt/en nicht überzeugt bin, ich diesen politischen und zwischenmenschlichen Druck auf Ungeimpfte nicht nachvollziehen kann und schon gar nicht, dass – obwohl immer davon gesprochen wird, dass es keine Impfpflicht gibt – die Menschen direkt/indirekt gezwungen werden, wenn sie noch irgendwie am öffentlichen Leben teilhaben wollen. Es entzweit Familien, Freunde, Kollegen, Völker und da mache ich einfach nicht mit.

Ich gehöre zum Team #jedertrifftseinepersönlicheEntscheidung und verweigere mich der gegenseitigen Beurteilung dieser Impfkultur. Du lässt dich aus Gründen impfen, fein. Du lässt dich aus Gründen nicht impfen, fein !!! Ich sage dir nicht, dass du einen Fehler machst. Du sagst mir bitte auch nicht, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ist doch eigentlich ganz „einfach“ :-)

Ich hatte bei beiden Impfungen nur einen leichten „Muskelkater“ an der Einstichstelle. Mein Zyklus ist ein wenig durcheinander und darüber hinaus hatte ich keine Nebenwirkungen. Ich bin sehr froh in einem Land zu leben, in dem es mir möglich gemacht wird, mich impfen zu lassen. kostenlos.

Wandel

… mein innig geliebter und mit so vielen Erinnerungen verbundener Bubiübertopf (Erbstück von meiner Mum) ist mir vor einigen Jahren beim Fensterputzen runterstürzt und in zig Teile zersprungen. 

Was habe ich mich verflucht, innerlich beschimpft und getrauert. Das Dingelchen ist fast so alt wie ich. Und als es kaputt ging, war es sowas wie, all meine Erinnerungen an eine „glückliche“ Kindheit sind mit ihm zersprungen. Da ist ganz viel aufgegangen in mir, da fliessen Bäche von Tränen und ich konnte nicht verstehen, wie ich so emotional wg. eines Übertopfes sein konnte. Danach (und mit dem Tod meiner Mum) habe ich erst angefangen, mir zu erlauben meine „glückliche“ Kindheit zu hinterfragen… 

Lange Rede, kurz… ich habe ihn geklebt. Sah scheisse aus. Dann habe ich ihn übersprüht. Sah immer noch scheisse aus. In meiner letzten Hoffnung habe ich ihn mit Nagellack marmoriert. Ich finde ihn immer noch gruselig.
ABER er ist mir der Liebste. 

Er zeigt mir jeden Tag was war, was ich versucht habe zu retten, was nicht mehr zu retten ist und das all dies einen Platz in meinem Leben hat. Das alles sich wandelt und das ich loslassen kann…
es ist mein Sinnbild für so viel Heilung <3

Heilung

Ich bin ich.
Ich spüre mich. Meine Grenzen. Meine Emotionen.
Ich öffne mich und werde mich bemühen, authentisch meine Wahrheit auszusprechen.

Für viele kann ich ein Spiegel sein, für viele ein Trigger und dadurch kann die Wahrheit schmerzen. Doch ich bin nicht der Verursacher dieses Schmerzes. Der Wunde Punkt ist in DIR und du darfst deine eigenen Wunden lecken, sowie ich mich nun um meine eigenen Wunden kümmere.

Mein ganzes Leben lang, habe ich mich betäubt, mich nicht gespürt und mich nicht um mich gekümmert. Das hole ich nun nach. Ich hole mir meine ganze Kraft zurück und werde groß und frei und weit. Ich werde mich nicht mehr anpassen, nur „weil es sich so gehört“ oder „man das eben so macht“ oder „weil es eben normal ist“. 

Ich bin ich.
Ich entwickle mich nun zu dem Wesen, das ich stets immer im Außen suchte: die Liebe.
Ich bin Liebe. Ich erachte mich als wertvoll. Ich liebe mich zuerst. Dann erst liebe ich andere. Ich setze mich an erster Stelle und nehme mir den Raum, den ich brauche, um zu erblühen, zu wachsen und zu gedeihen.

kleiner Reminder

Es ist Dienstag. Ein Dienstag im April. Ein Dienstag, an dem ich meinen Hausarzt aufsuche. Ein Dienstag an dem ich wieder merke, dass ich anderen Menschen automatisch den Vortritt lasse. Wie selbstverständlich. Ein Dienstag, an dem ich aber auch merke, dass es mich verdammt noch mal viel schlimmer hätte treffen können. Ein Dienstag an dem ich 2 1/2 h brauche, um ein Telefonat zu führen. Das ich letztendlich nicht führe. Ich kann es nicht.
2 1/2 h voller Grübeln, voller Angst, voller Unsicherheit. Ich schreibe eine E-Mail. Das Gefühl hört den ganzen Tag nicht mehr auf. Und ich bin davon so erschöpft.

Es ist ein Dienstag an dem ich deine Kontaktdaten lösche. Deine Bilder. Die Anruferliste. Die Erinnerungen bleiben. Mal sehen wie lange. Zur Zeit vergesse ich schnell und viel. Vielleicht auch dich.

Es ist ein Dienstag, an dem sich für andere Türen öffnen. Ich freue mich wahnsinnig darüber. Und ich bin traurig, weil ich Angst habe, dass sich meine nie öffnen werden. An diesem Dienstag gebe ich die Hoffnung nicht auf. Und versuche zu vertrauen. Es ist ein Dienstag wie so viele. <3

Ich habe heute die Stabilität einer Pusteblume :-)

kleiner Reminder

Mach auf. Geh durch. Mach zu.
Lächle, weil es wunderbar war …

gilt so ziemlich für jedes Gefühl, wenn du es akzeptieren und hinter dir lassen kannst <3

Selbstsabotage…

über die Osterfeiertage hatte ich „mal wieder“ viel Zeit, um meinen Gedankenkreisel aktivieren zu können und „wie immer“ ist dabei nichts Produktives bei rausgekommen. Means…

Ich wollte einen neuen TonÜbertopf anfangen, weil es mir super gut tut, mit den Händen zu arbeiten – habe ich aber nicht gemacht, weil ich ja eh schon so viele Übertöpfe habe oder das Gefühl, sie wären nicht gut genug, um sie verschenken oder verkaufen zu können.

Gefühlt hatte ich „so gar keine“ Zeit – effektiv konnte ich zig tausend mal Instagram/WhatsApp/Facebook checken und mir diverse Musikvideos in Dauerschleife angucken.

Zu dem habe ich so ziemlich sämtliche Süßigkeiten, die in diesem Haushalt zu finden waren, in fast motion inhaliert und mich so gar an meinen Reserven „für schlechte Tage“ vergriffen.

Du siehst, es gibt viele Wege sich selbst zu sabotieren! und das hier ist nur eine kleine Auswahl.

Merke – du sabotierst dich selbst:

▪indem du sagst, dass du keine Zeit hast. Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich.
▪indem du Schuld auf Andere schiebst: ,,ich kann jetzt nicht laut und wild und frei sein, weil mein Freund noch schläft“
▪wenn du Angst vor schlechter Bewertung hast (und glaube mir, es wird IMMER IRGENDWEN geben, der das was du macht, scheisse / nicht gut genug findet)
▪indem du dich klein hältst (Perfektionismus ist auch eine Form des Kleinhaltens – weil man ggf. gar nicht erst anfängt)
▪indem du andere und ihren Fortschritt abwertest. In dem Moment, in dem du das tust, wertest du dich selbst ab.
▪indem du dich schlecht ernährst. Vor allem macht Zucker so müde+träge+depressiv, dass du die perfekte Ausrede dafür hast, heute nicht an deinem Projekt arbeiten zu können bzw. gar nicht erst mit irgendeinem anzufangen
▪indem du toxischen (neidischen, negativen, abwertenden, dich bewusst oder unterbewusst klein haltenden) Menschen von deinem Projekt erzählst. Sie projizieren unweigerlich ihre eigenen Ängste auf dich und verstärken damit deine eigenen Unsicherheiten/Zweifel. So verlierst du den Mut weiterzumachen bzw. anzufangen.
▪indem du dich nicht abgrenzt. So lässt du zu, dass o.g  Menschen dich beeinflussen und damit deinen Fortschritt verhindern können.

Nimm dir jetzt mal ein paar Minuten Zeit – NUR FÜR DICH. Hör ganz tief in dich hinein, wenn du dich fragst:
Was würde passieren, wenn du große Träume hast?

(Vielleicht, dass du dich langsam auf sie zubewegst? Hast du Angst davor, glücklich zu sein? Was hält dich auf?)



Spiritualität

mein Tag fing heute ganz furchtbar an. Jemand hat Abschied von mir genommen. Mich quasi dazu genötigt, auch Abschied von ihm nehmen zu müssen. Ich konnte das nicht. Ich wollte das nicht. Und es tut so unfassbar fucking weh.

gefühlt war der Tag gelaufen…

In meiner Ablenkung von diesem Schmerz klicke ich auf eine Story bei Instagram und seit Sekunde eins macht es „whämmm“ … eine Form von minimaler Erleuchtung. Der Schmerz geht. Er löst sich auf. Und Liebe füllt jede meiner Fasern. Ich werde durchflutet… und ich kann nicht aufhören mich hinzugeben. Diese Stimme. Was sie zu mir spricht. Ich höre es immer und immer wieder.

Ich entscheide mich zu lieben. Weil ich es kann. Weil es meine Entscheidung ist. Egal, was sich im Außen zeigt. Egal, ob ich zurück geliebt werde. Ein „ja“ zum Leben. Ein „ja“ zur Liebe. Ein „ja“ zu mir.

Also egal ob ich Abschied nehmen musste, ob du dich verabschiedet hast…
ich bin in liebe <3

Hochsensibilität

schon mal gehört? schon mal gespürt, dass du viel empfindsamer/feinfühliger bist, als du es gern möchtest? schon mal Stimmungen und Schwingungen wahrgenommen, die sonst niemand registriert?

Hochsensible sind bekannt für ihre ausgeprägte Gedanken/Gefühlswelt, ihren analytischen Verstand und ihrem vernetzten Denken. Grundsätzlich herausragende Eigenschaften, nicht wahr?

Das hat oft einen Haken – einfache Ideen und Gedankengänge werden dreimal von A nach Z gedacht und auch wieder zurück. Gepaart mit zusätzlichen Parametern wie z.B. Perfektionismus führt das oft dazu, dass alles tausendfach in deinem Kopf durchgespielt wird, du aber fast unfähig bist… etwas „einfach“ mal anzufangen bzw. mal eben „schnell“ zu entscheiden oder ein tolle Idee laut auszusprechen (ohne wirklich alle Eventualitäten durchdacht zu haben). Das kann wahnsinnig anstrengend sein, blockiert dich, macht dich unflexibel und führt oft nicht zum gewünschten Ziel.

Oft stecken hinter dem Gedankenkarussell aber auch negative Glaubenssätze / Selbstzweifel / fehlende Selbstliebe oder Selbstvertrauen & schlechte Erfahrungen, die dich viel öfter blockieren als du denkst. Diese kann man aufarbeiten <3

  • Höre dir zu, meldet sich deine innere kritische Stimme, dann wird sie ihre Gründe haben… Angst ist kein guter Ratgeber. Hinterfrage sie.
  • Nimm dir Zeit und verbiete dir das kritische Denken nicht. Du kannst dennoch „Stop“-Übungen in deinen ZerDenkAlltag integrieren – und loslassen üben :-)
  • nutze dein Potenzial – ich bin mir sicher, dass du im passenden Job genau diese Fähigkeiten einbringen kannst

emotionale Vernachlässigung

Eine Form des emotionalen Missbrauchs ist die emotionale Vernachlässigung.
Anzeichen dafür, dass du mit einer emotionalen Vernachlässigung aufgewachsen bist.

  • deine Probleme wurden „klein“ geredet ala „stell dich nicht so an“, „reiß dich zusammen“, „jammert hilft ja auch nichts“, „deine Probleme sind nichts gegen meine“…
  • du wurdest abgewiesen, wenn du versucht hast, beruhigt und unterstützt zu werden (meist von einem Elternteil/einer Bezugsperson, die selbst nicht in der Lage war, Emotionen zuzulassen)
  • du bist in einem Umfeld aufgewachsen, dass sich für dich unsicher angefühlt hat (z.B. ein „zu frühes“ Abgeben in eine Kinderkrippe/DDR Früherziehung/ohne Eingewöhnung = Bindungsunterbrechung zum weiblichen Elternteil)
  • ein Geschwisterkind wurde dem anderen vorgezogen, es hat ggf. eine Sonderbehandlung bekommen während das andere abgewertet und kleingehalten wurde
  • deine Grenzen und Bedürfnisse wurden nicht beachtet, es war immer etwas anderes wichtiger (z.B. Hausbau, Arbeitsstelle, die eigenen Befindlichkeiten der Elternteile)
  • du hattest niemanden, an den du dich wenden konntest und hast vieles mit dir selbst ausgemacht
  • du hast gelernt deine Emotionen zu verstecken, um negative/genervte/überforderte Reaktionen zu vermeiden
  • du hattest ein/mehrere Hobbies in denen du total versunken bist, um in eine andere Realität zu entfliehen
  • wenn du geweint hast, wurdest du dafür beschämt oder abgewertet ggf. so gar weggeschickt
  • du musstest die Elternrolle/Unterstützerrolle/Versorgerrolle einnehmen – für Geschwister oder auch deine Eltern
  • du warst sehr früh sehr selbstständig
  • du hast gelernt dich in schwierigen Zeiten selbst zu regulieren/beruhigen – ggf. disfunktional durch Essen
  • du lässt dann auch niemanden an dich heran
  • du hast Probleme deine Emotionen und Bedürfnisse zu formulieren (du hast nie gelernt sie auszudrücken)
  • du fühlst dich, als wärst du nie genug… nie gut genug, nie schön genug, nie liebevoll genug usw.
  • du fühlst dich verantwortlich für die Emotionen anderer (der Sack Reis in China…, „ich bin Schuld, dass Mutti gerade schlecht drauf ist“ )
  • dir fällt es schwer Mitgefühl für dich selbst aufzubringen, bei anderen fällt es dir umso leichter
  • du kannst deine Bedürfnisse/Grenzen kaum spüren (du bist mit der Überzeugung aufgewachsen, dass sie nicht wichtig sind)
  • du kannst mit liebevollen Gesten schlecht umgehen, da du gewöhnt bist zu geben (nicht zu nehmen)
  • du redest nicht oft über deine Sorgen (du bist es gewohnt, allein klarkommen zu müssen)
  • du hast Angst davor, von jemandem abhängig zu sein – fühlst dich oft als Belastung / Zumutung

Parentifizierung

… wenn Kinder zu viel emotionale Verantwortung tragen müssen.
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Kinder sind in ihrer Existenz von ihren Eltern abhängig. Sie brauchen ihre Eltern (oder andere primäre Bezugspersonen), um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Dazu zählen nicht nur die Versorgung mit materiellen Dingen und einer körperlichen Sicherheit, sondern auch die Versorgung der emotionalen Bedürfnisse des Kindes.
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Kinder können diese Bedürfnisse zwar nicht direkt selbst befriedigen, doch haben sie immer im Blick, in wie weit ihre Eltern dazu gerade in der Lage sind. Wenn Eltern ständig oder wegen einer eigenen Krise vorübergehend nicht in der Lage sind, für die Bedürfnisse des Kindes zu sorgen, werden Kinder alles daran setzen, umgekehrt die Eltern emotional zu stützen. Sie zu trösten, Aufgaben zu übernehmen, Verantwortung zu tragen. Das Kind kommt so selbst in die elterliche, versorgende Rolle. Es hofft so unbewusst, die Eltern soweit zu stabilisieren, dass sie ihrer elterlichen Rolle wieder voll gerecht werden können oder zumindest die Versorgung des Kindes nicht weiter einbricht.
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Die daraus folgende Überforderung bedeutet für das Kind Einbußen in der eigenen Entwicklung von Autonomie und Bindungsfähigkeit. Damit werden dem Kind unverhältnismäßige Verantwortungen auferlegt bzw. das Kind fühlt sich verpflichtet, einzuspringen und zu erledigende Aufgaben zu schultern. Schwierig wird es, wenn ein Kind sich so auf sein Gegenüber einstellt, dass es selbst quasi gar nicht mehr zu existieren scheint. Die Fähigkeit, empathisch zu sein und sich anzupassen, kann, wenn es sich um eine grundlegende soziale Strategie handelt, dazu führen, dass eigene Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen missachtet werden, das eigene Selbst allmählich „verschwindet“ – denn es scheint keine Relevanz zu haben.
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Das Kind kann sich in dieser Rolle einerseits wirkungsvoll und mächtig erleben. Andererseits fehlt das sichere, begrenzende und stabilisierende Gegenüber, was zu intensiven Gefühlen von Haltlosigkeit und Überforderung führen kann. Hält diese Situation an, können dem Kind wichtige Erfahrungen von Leichtigkeit und Spiel fehlen. Die Abgrenzung von den als bedürftig erlebten Eltern kann später schwerer fallen. Das Gespür für die eigenen Bedürfnisse ist evtl. schwächer ausgeprägt und so ist es für solche Kinder auch als Erwachsene herausfordernder, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern.
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Dieses Muster konnte besonders bei Kindern und Enkelkindern der Kriegs- und Nachkriegsgeneration beobachtet werden, die auf diese Weise von den Traumata ihrer Eltern betroffen waren. Aber auch bei Familien mit Flucht- und Migrationskontext sowie Familien mit psychisch erkrankten Elternteilen, ist Parentifizierung keine Seltenheit.⠀

Dein Schatten eilt dir voraus…

Der „Schatten“ ist Teil unserer Persönlichkeit, den wir sehr gern verstecken, weil wir glauben, daß er uns nicht „richtig“ erscheinen lässt. Wir gehen so weit, daß wir ihn verleugnen und unheimlich viel Kraft aufwenden, ihm nicht zu begegnen. Wir möchten nicht in die eigenen Abgründe schauen, was ja auch verständlich ist.

C. G. Jung war einer der ersten Therapeuten, der den Bereich des „dunklen Schattens“ entdeckte. Ein schönes Zitat von ihm: „Der Schatten ist alles das, was du auch bist, aber auf keinen Fall sein willst.“

Geben wir ständig vor, sanft und gutmütig zu sein, müssen wir uns auch erlauben, wütend und neidisch sein zu dürfen. Nähren wir unser Licht, nähren wir auch gleichzeitig unseren Schatten. Es braucht eine Balance und kein Abwürgen.

Zeigen wir unsere Schattenseiten, entwickeln wir Authentizität. Selbstliebe bedeutet, Licht u n d Schatten in sich zu sehen und positiv zu betrachten. Sich in aller Form erlauben zu SEIN. Wie viele Menschen zeigen nie ihr wahres Gesicht, weil sie Angst haben, nicht gemocht zu werden?

In jedem von uns schlummern neben den positiven auch alle negativen Charaktereigenschaften wie Egozentrik, Schwäche, Gier, Neid oder Missgunst.  Es geht darum, sich mit diesen Eigenschaften auszusöhnen und sie nicht zu unterdrücken. Tun wir es aber doch, nehmen diese Eigenschaften uns in den Besitz und verstärken sich schlimmstenfalls.

Es wäre so schön, wenn wir die jahrelang erschaffenen Masken beiseite legen könnten und dazu stehen würden, daß wir nicht nur gut drauf sind, die Beziehung nicht immer rosig ist, auch gern lästern und nicht allzeit großzügig sind. Schaue dir deinen Schatten mal liebevoll an und picke dir eine Charaktereigenschaft heraus. Teile sie mit jemanden, als würdest du ein Geheimnis preisgeben. Sage zum Beispiel: „manchmal bin ich echt total neidisch auf Soundso, der bekommt immer die geilsten Jobs und ich gehe immer leer aus…das gebe ich zwar nicht gern zu aber es ist die nackte Wahrheit.“ Danach schließe die Augen und nimm wahr, wie befreit es sich anfühlt, dazu zu stehen. Laßt uns ganz natürlich menschlich sein.

Es ist nie zu spät, nach innen zu schauen und sich mit der eigenen Ganzheit auseinanderzusetzen.

Du bist genug!!!

Du bist genug …
Du bist sowas von genug …
Es ist unglaublich, wie genug du bist …

 

druck rausnehmen…

Zwischen Selbstakzeptanz und Selbstoptimierungs(wahn) ist dieser schmale Grat, den die meisten von uns nicht schaffen zu gehen. „Ich bin gut so, wie ich bin“ vs. „ich könnte mehr aus mir heraus holen“. „Ich verschwende mein Potenzial in einem Job, der nicht zu mir passt“ vs. „aber was passt denn bitte zu mir“ vs. „ich mache den Job einfach um Geld zu verdienen, er muss mir keinen Spass machen“.

Wer bitte redet uns ein, dass wir jede Minute in diesem Leben sinnvoll gestalten müssen, voller glücklicher Momente, voller Aktivität, mit vielen guten Freunden und einem ausgereiften Instagramprofil :-)? Nur nicht auf der Stelle treten, wir müssen ja voran kommen – im Leben – etwas leisten. Es geht dabei ja noch nicht einmal darum erfolgreich zu sein oder wahnsinnig viel Geld zu verdienen, einen bestimmten Status zu erreichen, sondern auch wenn man das alles gar nicht will, vermittelt man uns das Gefühl – „du musst das für dich bestmögliche geben/nehmen“

Ich kann dieses Wort „müssen“ nicht mehr lesen, hören, schreiben… denn ich MUSS gar nichts. Nix. Nada. Niente. Na ok, vielleicht doch sterben aber wer sagt denn, dass ich es muss. Vielleicht ist sterben kein Muss, sondern ein kann oder darf. Ich schweife ab, sorry.

Egal, was dir deine Eltern, Großeltern, Nachbarn, Kindergärtner, deine Lehrer, Freunde usw. sagen – und gehen wir davon aus, dass sie damit nur das Beste für dich wollen – du musst nicht!!! Du musst nicht die Beste in der Schule sein, nein, du musst nicht einmal gute Note haben. Die Kleidung die du trägst, muss nicht trendy oder stylisch sein. Es ist scheissegal wie du aussiehst oder dich anfühlst. Es ist nicht wichtig, ob dein Freund cool ist, hübsch oder nicht und ob er der perfekte „Schwiegersohn“ ist. Es ist nicht wichtig ob du in einem angesagten Stadtteil wohnst, in einer Bilderbuchwohnung oder selbst Weltverbessergedanken musst du nicht in die Tat umsetzen… denn

und darauf will ich eigentlich hinaus. Alles „Gemusste“ entspricht nicht dir! Alles wozu du dich zwingen musst, was andere erwarten, was du tust bzw. tun sollst, wie du sein sollst… das ist nicht dein Eigenes. Es kostet dich Kraft, Zeit, Energie, Nerven so zu sein, wie du glaubst, sein zu müssen … er kostet dich sogar Kraft, Zeit, Energie, Nerven so zu sein, wie du glaubst, sein zu wollen.

Denn solange du Musst, bist du nicht. Du musst nichts verändern. Die Veränderung wird aus dir heraus stattfinden, wenn du bereit dazu bist… und das muss nicht heute oder morgen sein, nicht in einem Jahr oder in vielen… es wird sein! und wenn es so ist, wird es auch aus dir heraus fliessen – energetisch und frei.

Ungeduld, Perfektionismus, Leistungsdruck halten dich davon ab, du zu sein…

sterben üben… die kleinen täglichen Tode

Ich habe eine schlechte Nachricht für dich: Du wirst sterben. Ich übrigens auch.

Genau so wie meine Tillandsienquallen, die ich zugegebenermaßen einfach nur viel mehr mit kalkarmen Wasser hätte besprühen müssen. Aber nun sind sie gegangen. Jegliches Leben ist aus Ihnen gewichen und zurückgeblieben sind nur trockene leblose Tentakeln, die vor sich hinbröseln.

Und auch wenn ich es ungern in meinen gedanklichen Horizont lasse, so muss ich mich zwangsläufig und mit zunehmendem Alter einmal öfter mit diesem Thema befassen. Leben ist irgendwie auch Sterben. Meine Oma hat mal gesagt: „ab einem gewissen Punkt sterben sie dir alle weg und irgendwann bist du ganz allein und wartest nur darauf, dass du die nächste bist.“

Wieviel Zeit verbringt der menschliche Geist mit „warten“? Wieviele Sorgen, Ängste, Gedanken, die sich mit sterben und dem Tod befassen, halten dich vom leben ab? Ich habe noch keine Antworten. Also werde ich vorerst nur meine Haustiere zu Grabe tragen und sterben üben.

es ist was es ist…

Haben wir nicht alle schon mal Sätze gesagt wie „Ich hätte doch eigentlich keinen Grund deprimiert zu sein“ und uns dabei vor unserem geistigen Auge aufgezählt, dass wir gesund sind, eine Wohnung haben, einen Job usw. Was will man denn noch mehr vom Leben? Ist da noch mehr für mich drin? Und wenn ja, warum habe ich es dann nicht. War ich nicht fleissig genug, oder sparsam, oder bin ich einfach nur nicht clever genug, um das Bestmögliche für mich rauszuholen. Aber was wäre das Bestmögliche? Was brauche ich wirklich?

Manchmal sind diese Gedanken sinnvoll, um eine Veränderung herbeiführen zu können. Manchmal dreht man sich mit diesen Gedanken nur im Kreis.

Wenn man hinnimmt, dass im hier und jetzt alles so ist, wie es „sein“ soll und das sich etwas ändert, wenn die Zeit dafür gekommen ist, dann …