kleiner Reminder

Es ist Dienstag. Ein Dienstag im April. Ein Dienstag, an dem ich meinen Hausarzt aufsuche. Ein Dienstag an dem ich wieder merke, dass ich anderen Menschen automatisch den Vortritt lasse. Wie selbstverständlich. Ein Dienstag, an dem ich aber auch merke, dass es mich verdammt noch mal viel schlimmer hätte treffen können. Ein Dienstag an dem ich 2 1/2 h brauche, um ein Telefonat zu führen. Das ich letztendlich nicht führe. Ich kann es nicht.
2 1/2 h voller Grübeln, voller Angst, voller Unsicherheit. Ich schreibe eine E-Mail. Das Gefühl hört den ganzen Tag nicht mehr auf. Und ich bin davon so erschöpft.

Es ist ein Dienstag an dem ich deine Kontaktdaten lösche. Deine Bilder. Die Anruferliste. Die Erinnerungen bleiben. Mal sehen wie lange. Zur Zeit vergesse ich schnell und viel. Vielleicht auch dich.

Es ist ein Dienstag, an dem sich für andere Türen öffnen. Ich freue mich wahnsinnig darüber. Und ich bin traurig, weil ich Angst habe, dass sich meine nie öffnen werden. An diesem Dienstag gebe ich die Hoffnung nicht auf. Und versuche zu vertrauen. Es ist ein Dienstag wie so viele. <3

Ich habe heute die Stabilität einer Pusteblume :-)

Selbstsabotage…

über die Osterfeiertage hatte ich „mal wieder“ viel Zeit, um meinen Gedankenkreisel aktivieren zu können und „wie immer“ ist dabei nichts Produktives bei rausgekommen. Means…

Ich wollte einen neuen TonÜbertopf anfangen, weil es mir super gut tut, mit den Händen zu arbeiten – habe ich aber nicht gemacht, weil ich ja eh schon so viele Übertöpfe habe oder das Gefühl, sie wären nicht gut genug, um sie verschenken oder verkaufen zu können.

Gefühlt hatte ich „so gar keine“ Zeit – effektiv konnte ich zig tausend mal Instagram/WhatsApp/Facebook checken und mir diverse Musikvideos in Dauerschleife angucken.

Zu dem habe ich so ziemlich sämtliche Süßigkeiten, die in diesem Haushalt zu finden waren, in fast motion inhaliert und mich so gar an meinen Reserven „für schlechte Tage“ vergriffen.

Du siehst, es gibt viele Wege sich selbst zu sabotieren! und das hier ist nur eine kleine Auswahl.

Merke – du sabotierst dich selbst:

▪indem du sagst, dass du keine Zeit hast. Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich.
▪indem du Schuld auf Andere schiebst: ,,ich kann jetzt nicht laut und wild und frei sein, weil mein Freund noch schläft“
▪wenn du Angst vor schlechter Bewertung hast (und glaube mir, es wird IMMER IRGENDWEN geben, der das was du macht, scheisse / nicht gut genug findet)
▪indem du dich klein hältst (Perfektionismus ist auch eine Form des Kleinhaltens – weil man ggf. gar nicht erst anfängt)
▪indem du andere und ihren Fortschritt abwertest. In dem Moment, in dem du das tust, wertest du dich selbst ab.
▪indem du dich schlecht ernährst. Vor allem macht Zucker so müde+träge+depressiv, dass du die perfekte Ausrede dafür hast, heute nicht an deinem Projekt arbeiten zu können bzw. gar nicht erst mit irgendeinem anzufangen
▪indem du toxischen (neidischen, negativen, abwertenden, dich bewusst oder unterbewusst klein haltenden) Menschen von deinem Projekt erzählst. Sie projizieren unweigerlich ihre eigenen Ängste auf dich und verstärken damit deine eigenen Unsicherheiten/Zweifel. So verlierst du den Mut weiterzumachen bzw. anzufangen.
▪indem du dich nicht abgrenzt. So lässt du zu, dass o.g  Menschen dich beeinflussen und damit deinen Fortschritt verhindern können.

Nimm dir jetzt mal ein paar Minuten Zeit – NUR FÜR DICH. Hör ganz tief in dich hinein, wenn du dich fragst:
Was würde passieren, wenn du große Träume hast?

(Vielleicht, dass du dich langsam auf sie zubewegst? Hast du Angst davor, glücklich zu sein? Was hält dich auf?)



Spiritualität

mein Tag fing heute ganz furchtbar an. Jemand hat Abschied von mir genommen. Mich quasi dazu genötigt, auch Abschied von ihm nehmen zu müssen. Ich konnte das nicht. Ich wollte das nicht. Und es tut so unfassbar fucking weh.

gefühlt war der Tag gelaufen…

In meiner Ablenkung von diesem Schmerz klicke ich auf eine Story bei Instagram und seit Sekunde eins macht es „whämmm“ … eine Form von minimaler Erleuchtung. Der Schmerz geht. Er löst sich auf. Und Liebe füllt jede meiner Fasern. Ich werde durchflutet… und ich kann nicht aufhören mich hinzugeben. Diese Stimme. Was sie zu mir spricht. Ich höre es immer und immer wieder.

Ich entscheide mich zu lieben. Weil ich es kann. Weil es meine Entscheidung ist. Egal, was sich im Außen zeigt. Egal, ob ich zurück geliebt werde. Ein „ja“ zum Leben. Ein „ja“ zur Liebe. Ein „ja“ zu mir.

Also egal ob ich Abschied nehmen musste, ob du dich verabschiedet hast…
ich bin in liebe <3

Hochsensibilität

schon mal gehört? schon mal gespürt, dass du viel empfindsamer/feinfühliger bist, als du es gern möchtest? schon mal Stimmungen und Schwingungen wahrgenommen, die sonst niemand registriert?

Hochsensible sind bekannt für ihre ausgeprägte Gedanken/Gefühlswelt, ihren analytischen Verstand und ihrem vernetzten Denken. Grundsätzlich herausragende Eigenschaften, nicht wahr?

Das hat oft einen Haken – einfache Ideen und Gedankengänge werden dreimal von A nach Z gedacht und auch wieder zurück. Gepaart mit zusätzlichen Parametern wie z.B. Perfektionismus führt das oft dazu, dass alles tausendfach in deinem Kopf durchgespielt wird, du aber fast unfähig bist… etwas „einfach“ mal anzufangen bzw. mal eben „schnell“ zu entscheiden oder ein tolle Idee laut auszusprechen (ohne wirklich alle Eventualitäten durchdacht zu haben). Das kann wahnsinnig anstrengend sein, blockiert dich, macht dich unflexibel und führt oft nicht zum gewünschten Ziel.

Oft stecken hinter dem Gedankenkarussell aber auch negative Glaubenssätze / Selbstzweifel / fehlende Selbstliebe oder Selbstvertrauen & schlechte Erfahrungen, die dich viel öfter blockieren als du denkst. Diese kann man aufarbeiten <3

  • Höre dir zu, meldet sich deine innere kritische Stimme, dann wird sie ihre Gründe haben… Angst ist kein guter Ratgeber. Hinterfrage sie.
  • Nimm dir Zeit und verbiete dir das kritische Denken nicht. Du kannst dennoch „Stop“-Übungen in deinen ZerDenkAlltag integrieren – und loslassen üben :-)
  • nutze dein Potenzial – ich bin mir sicher, dass du im passenden Job genau diese Fähigkeiten einbringen kannst

emotionale Vernachlässigung

Eine Form des emotionalen Missbrauchs ist die emotionale Vernachlässigung.
Anzeichen dafür, dass du mit einer emotionalen Vernachlässigung aufgewachsen bist.

  • deine Probleme wurden „klein“ geredet ala „stell dich nicht so an“, „reiß dich zusammen“, „jammert hilft ja auch nichts“, „deine Probleme sind nichts gegen meine“…
  • du wurdest abgewiesen, wenn du versucht hast, beruhigt und unterstützt zu werden (meist von einem Elternteil/einer Bezugsperson, die selbst nicht in der Lage war, Emotionen zuzulassen)
  • du bist in einem Umfeld aufgewachsen, dass sich für dich unsicher angefühlt hat (z.B. ein „zu frühes“ Abgeben in eine Kinderkrippe/DDR Früherziehung/ohne Eingewöhnung = Bindungsunterbrechung zum weiblichen Elternteil)
  • ein Geschwisterkind wurde dem anderen vorgezogen, es hat ggf. eine Sonderbehandlung bekommen während das andere abgewertet und kleingehalten wurde
  • deine Grenzen und Bedürfnisse wurden nicht beachtet, es war immer etwas anderes wichtiger (z.B. Hausbau, Arbeitsstelle, die eigenen Befindlichkeiten der Elternteile)
  • du hattest niemanden, an den du dich wenden konntest und hast vieles mit dir selbst ausgemacht
  • du hast gelernt deine Emotionen zu verstecken, um negative/genervte/überforderte Reaktionen zu vermeiden
  • du hattest ein/mehrere Hobbies in denen du total versunken bist, um in eine andere Realität zu entfliehen
  • wenn du geweint hast, wurdest du dafür beschämt oder abgewertet ggf. so gar weggeschickt
  • du musstest die Elternrolle/Unterstützerrolle/Versorgerrolle einnehmen – für Geschwister oder auch deine Eltern
  • du warst sehr früh sehr selbstständig
  • du hast gelernt dich in schwierigen Zeiten selbst zu regulieren/beruhigen – ggf. disfunktional durch Essen
  • du lässt dann auch niemanden an dich heran
  • du hast Probleme deine Emotionen und Bedürfnisse zu formulieren (du hast nie gelernt sie auszudrücken)
  • du fühlst dich, als wärst du nie genug… nie gut genug, nie schön genug, nie liebevoll genug usw.
  • du fühlst dich verantwortlich für die Emotionen anderer (der Sack Reis in China…, „ich bin Schuld, dass Mutti gerade schlecht drauf ist“ )
  • dir fällt es schwer Mitgefühl für dich selbst aufzubringen, bei anderen fällt es dir umso leichter
  • du kannst deine Bedürfnisse/Grenzen kaum spüren (du bist mit der Überzeugung aufgewachsen, dass sie nicht wichtig sind)
  • du kannst mit liebevollen Gesten schlecht umgehen, da du gewöhnt bist zu geben (nicht zu nehmen)
  • du redest nicht oft über deine Sorgen (du bist es gewohnt, allein klarkommen zu müssen)
  • du hast Angst davor, von jemandem abhängig zu sein – fühlst dich oft als Belastung / Zumutung

Parentifizierung

… wenn Kinder zu viel emotionale Verantwortung tragen müssen.
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Kinder sind in ihrer Existenz von ihren Eltern abhängig. Sie brauchen ihre Eltern (oder andere primäre Bezugspersonen), um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Dazu zählen nicht nur die Versorgung mit materiellen Dingen und einer körperlichen Sicherheit, sondern auch die Versorgung der emotionalen Bedürfnisse des Kindes.
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Kinder können diese Bedürfnisse zwar nicht direkt selbst befriedigen, doch haben sie immer im Blick, in wie weit ihre Eltern dazu gerade in der Lage sind. Wenn Eltern ständig oder wegen einer eigenen Krise vorübergehend nicht in der Lage sind, für die Bedürfnisse des Kindes zu sorgen, werden Kinder alles daran setzen, umgekehrt die Eltern emotional zu stützen. Sie zu trösten, Aufgaben zu übernehmen, Verantwortung zu tragen. Das Kind kommt so selbst in die elterliche, versorgende Rolle. Es hofft so unbewusst, die Eltern soweit zu stabilisieren, dass sie ihrer elterlichen Rolle wieder voll gerecht werden können oder zumindest die Versorgung des Kindes nicht weiter einbricht.
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Die daraus folgende Überforderung bedeutet für das Kind Einbußen in der eigenen Entwicklung von Autonomie und Bindungsfähigkeit. Damit werden dem Kind unverhältnismäßige Verantwortungen auferlegt bzw. das Kind fühlt sich verpflichtet, einzuspringen und zu erledigende Aufgaben zu schultern. Schwierig wird es, wenn ein Kind sich so auf sein Gegenüber einstellt, dass es selbst quasi gar nicht mehr zu existieren scheint. Die Fähigkeit, empathisch zu sein und sich anzupassen, kann, wenn es sich um eine grundlegende soziale Strategie handelt, dazu führen, dass eigene Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen missachtet werden, das eigene Selbst allmählich „verschwindet“ – denn es scheint keine Relevanz zu haben.
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Das Kind kann sich in dieser Rolle einerseits wirkungsvoll und mächtig erleben. Andererseits fehlt das sichere, begrenzende und stabilisierende Gegenüber, was zu intensiven Gefühlen von Haltlosigkeit und Überforderung führen kann. Hält diese Situation an, können dem Kind wichtige Erfahrungen von Leichtigkeit und Spiel fehlen. Die Abgrenzung von den als bedürftig erlebten Eltern kann später schwerer fallen. Das Gespür für die eigenen Bedürfnisse ist evtl. schwächer ausgeprägt und so ist es für solche Kinder auch als Erwachsene herausfordernder, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern.
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Dieses Muster konnte besonders bei Kindern und Enkelkindern der Kriegs- und Nachkriegsgeneration beobachtet werden, die auf diese Weise von den Traumata ihrer Eltern betroffen waren. Aber auch bei Familien mit Flucht- und Migrationskontext sowie Familien mit psychisch erkrankten Elternteilen, ist Parentifizierung keine Seltenheit.⠀

Dein Schatten eilt dir voraus…

Der „Schatten“ ist Teil unserer Persönlichkeit, den wir sehr gern verstecken, weil wir glauben, daß er uns nicht „richtig“ erscheinen lässt. Wir gehen so weit, daß wir ihn verleugnen und unheimlich viel Kraft aufwenden, ihm nicht zu begegnen. Wir möchten nicht in die eigenen Abgründe schauen, was ja auch verständlich ist.

C. G. Jung war einer der ersten Therapeuten, der den Bereich des „dunklen Schattens“ entdeckte. Ein schönes Zitat von ihm: „Der Schatten ist alles das, was du auch bist, aber auf keinen Fall sein willst.“

Geben wir ständig vor, sanft und gutmütig zu sein, müssen wir uns auch erlauben, wütend und neidisch sein zu dürfen. Nähren wir unser Licht, nähren wir auch gleichzeitig unseren Schatten. Es braucht eine Balance und kein Abwürgen.

Zeigen wir unsere Schattenseiten, entwickeln wir Authentizität. Selbstliebe bedeutet, Licht u n d Schatten in sich zu sehen und positiv zu betrachten. Sich in aller Form erlauben zu SEIN. Wie viele Menschen zeigen nie ihr wahres Gesicht, weil sie Angst haben, nicht gemocht zu werden?

In jedem von uns schlummern neben den positiven auch alle negativen Charaktereigenschaften wie Egozentrik, Schwäche, Gier, Neid oder Missgunst.  Es geht darum, sich mit diesen Eigenschaften auszusöhnen und sie nicht zu unterdrücken. Tun wir es aber doch, nehmen diese Eigenschaften uns in den Besitz und verstärken sich schlimmstenfalls.

Es wäre so schön, wenn wir die jahrelang erschaffenen Masken beiseite legen könnten und dazu stehen würden, daß wir nicht nur gut drauf sind, die Beziehung nicht immer rosig ist, auch gern lästern und nicht allzeit großzügig sind. Schaue dir deinen Schatten mal liebevoll an und picke dir eine Charaktereigenschaft heraus. Teile sie mit jemanden, als würdest du ein Geheimnis preisgeben. Sage zum Beispiel: „manchmal bin ich echt total neidisch auf Soundso, der bekommt immer die geilsten Jobs und ich gehe immer leer aus…das gebe ich zwar nicht gern zu aber es ist die nackte Wahrheit.“ Danach schließe die Augen und nimm wahr, wie befreit es sich anfühlt, dazu zu stehen. Laßt uns ganz natürlich menschlich sein.

Es ist nie zu spät, nach innen zu schauen und sich mit der eigenen Ganzheit auseinanderzusetzen.

druck rausnehmen…

Zwischen Selbstakzeptanz und Selbstoptimierungs(wahn) ist dieser schmale Grat, den die meisten von uns nicht schaffen zu gehen. „Ich bin gut so, wie ich bin“ vs. „ich könnte mehr aus mir heraus holen“. „Ich verschwende mein Potenzial in einem Job, der nicht zu mir passt“ vs. „aber was passt denn bitte zu mir“ vs. „ich mache den Job einfach um Geld zu verdienen, er muss mir keinen Spass machen“.

Wer bitte redet uns ein, dass wir jede Minute in diesem Leben sinnvoll gestalten müssen, voller glücklicher Momente, voller Aktivität, mit vielen guten Freunden und einem ausgereiften Instagramprofil :-)? Nur nicht auf der Stelle treten, wir müssen ja voran kommen – im Leben – etwas leisten. Es geht dabei ja noch nicht einmal darum erfolgreich zu sein oder wahnsinnig viel Geld zu verdienen, einen bestimmten Status zu erreichen, sondern auch wenn man das alles gar nicht will, vermittelt man uns das Gefühl – „du musst das für dich bestmögliche geben/nehmen“

Ich kann dieses Wort „müssen“ nicht mehr lesen, hören, schreiben… denn ich MUSS gar nichts. Nix. Nada. Niente. Na ok, vielleicht doch sterben aber wer sagt denn, dass ich es muss. Vielleicht ist sterben kein Muss, sondern ein kann oder darf. Ich schweife ab, sorry.

Egal, was dir deine Eltern, Großeltern, Nachbarn, Kindergärtner, deine Lehrer, Freunde usw. sagen – und gehen wir davon aus, dass sie damit nur das Beste für dich wollen – du musst nicht!!! Du musst nicht die Beste in der Schule sein, nein, du musst nicht einmal gute Note haben. Die Kleidung die du trägst, muss nicht trendy oder stylisch sein. Es ist scheissegal wie du aussiehst oder dich anfühlst. Es ist nicht wichtig, ob dein Freund cool ist, hübsch oder nicht und ob er der perfekte „Schwiegersohn“ ist. Es ist nicht wichtig ob du in einem angesagten Stadtteil wohnst, in einer Bilderbuchwohnung oder selbst Weltverbessergedanken musst du nicht in die Tat umsetzen… denn

und darauf will ich eigentlich hinaus. Alles „Gemusste“ entspricht nicht dir! Alles wozu du dich zwingen musst, was andere erwarten, was du tust bzw. tun sollst, wie du sein sollst… das ist nicht dein Eigenes. Es kostet dich Kraft, Zeit, Energie, Nerven so zu sein, wie du glaubst, sein zu müssen … er kostet dich sogar Kraft, Zeit, Energie, Nerven so zu sein, wie du glaubst, sein zu wollen.

Denn solange du Musst, bist du nicht. Du musst nichts verändern. Die Veränderung wird aus dir heraus stattfinden, wenn du bereit dazu bist… und das muss nicht heute oder morgen sein, nicht in einem Jahr oder in vielen… es wird sein! und wenn es so ist, wird es auch aus dir heraus fliessen – energetisch und frei.

Ungeduld, Perfektionismus, Leistungsdruck halten dich davon ab, du zu sein…

sterben üben… die kleinen täglichen Tode

Ich habe eine schlechte Nachricht für dich: Du wirst sterben. Ich übrigens auch.

Genau so wie meine Tillandsienquallen, die ich zugegebenermaßen einfach nur viel mehr mit kalkarmen Wasser hätte besprühen müssen. Aber nun sind sie gegangen. Jegliches Leben ist aus Ihnen gewichen und zurückgeblieben sind nur trockene leblose Tentakeln, die vor sich hinbröseln.

Und auch wenn ich es ungern in meinen gedanklichen Horizont lasse, so muss ich mich zwangsläufig und mit zunehmendem Alter einmal öfter mit diesem Thema befassen. Leben ist irgendwie auch Sterben. Meine Oma hat mal gesagt: „ab einem gewissen Punkt sterben sie dir alle weg und irgendwann bist du ganz allein und wartest nur darauf, dass du die nächste bist.“

Wieviel Zeit verbringt der menschliche Geist mit „warten“? Wieviele Sorgen, Ängste, Gedanken, die sich mit sterben und dem Tod befassen, halten dich vom leben ab? Ich habe noch keine Antworten. Also werde ich vorerst nur meine Haustiere zu Grabe tragen und sterben üben.

es ist was es ist…

Haben wir nicht alle schon mal Sätze gesagt wie „Ich hätte doch eigentlich keinen Grund deprimiert zu sein“ und uns dabei vor unserem geistigen Auge aufgezählt, dass wir gesund sind, eine Wohnung haben, einen Job usw. Was will man denn noch mehr vom Leben? Ist da noch mehr für mich drin? Und wenn ja, warum habe ich es dann nicht. War ich nicht fleissig genug, oder sparsam, oder bin ich einfach nur nicht clever genug, um das Bestmögliche für mich rauszuholen. Aber was wäre das Bestmögliche? Was brauche ich wirklich?

Manchmal sind diese Gedanken sinnvoll, um eine Veränderung herbeiführen zu können. Manchmal dreht man sich mit diesen Gedanken nur im Kreis.

Wenn man hinnimmt, dass im hier und jetzt alles so ist, wie es „sein“ soll und das sich etwas ändert, wenn die Zeit dafür gekommen ist, dann …

Abschied nehmen…

Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt. Oder ein Leben nach dem Tod. Ich kann dir nicht sagen, ob die Seele den Körper verlässt und ob man wieder geboren werden kann. Aber ich glaube fest daran, dass wir alle Energie sind. Unaufbrauchbar. Unaufhaltbar. Und weil dieser Glaube ganz fest in mir verankert ist, habe ich keine Angst vor dem Tod*. Und du – lieber Opa – bist nicht von uns gegangen, wir können dich nur nicht mehr sehen aber du bleibst <3 In unserer Erinnerung, in unseren Gedanken, in unserem Leben. Die Vorstellung, dass du dich wieder mit Oma und Mimi verbindest macht mich glücklich.

Ich hab dich lieb & du bist in meinem Herzen <3 Und ich werde mich an dich erinnern, als den liebevollen, großzügigen Großvater der du warst. Mit Schalk im Lächeln und den funkelnden Augen wenn du schlüpfrige Witze erzählt hast. Wie du Oma geliebt und mit welcher Energie du sie gepflegt hast. Mit deiner Vorliebe für selbstgemachte Klobse (Bouletten/Frikadellen), die du uns auf Familienfesten weggefuttert hast <3 und dem Schnäppi nach dem Essen. Der musste sein :-), gern auch davor und mittendrin :-) An den ganz speziellen Kartoffelsalat, den du mit Oma gezaubert hast. Ans Zuckerei und an unser Weihnachtsritual. An dich, wie du in deinem Fernsehsessel sitzt und an dich beim angeln. Und auch daran, dass du nach Oma`s Tod alt geworden bist, die Augen müde, die Hände zittrig…

Du wirst uns fehlen :-(, deinen „Kindern“ & Enkelkindern und jedem, dem du mit deiner charmanten Art verzaubert hast – auch deinen Mädels im Altersheim <3

Zum Verständnis, ich bin Agnostiker.

Fünf Fragen am Fünften / Mai

Nic fragt, meine schwarze Seele antwortet :-)

1. Würdest du einen Teil deiner Intelligenz gegen ein sensationelles Aussehen eintauschen?

Ich bin wer ich bin, weil ich bin, wie ich bin. Und im Affekt würde ich sagen, Nein. Dennoch gibt es einen Anteil in mir, der zögerlich ja/nein/jein schreit :-). Ich glaube, und Statistiken bestätigen dieses, dass es schöne Menschen einfacher im Leben haben. Sie sind nicht immer glücklicher, aber durch Attraktivität öffnen sich scheinbar mühelos Türen, die man allein mit Intelligenz nicht zu öffnen vermag. Manchmal hätte ich es gern einfacher gehabt. Und Intelligenz ist oft auch hinderlich. Können wir uns darauf einigen, ich wäre gern scheisse intelligent mit einem sensationellen Aussehen und zudem auch mit beidem glücklich? :-)))

2.  Wann hast du zuletzt einen Sonnenaufgang betrachtet?
schulterzuck. Ich bin grundsätzlich ein Frühaufsteher und sobald es hell wird, bin ich wach. ABER um den Sonnenaufgang erleben zu können, müsste ich die Wohnung verlassen ggf. so gar meine Hood (weil Großstadt, bebaut, wenn die Sonne über den Häuser aufgeht, ist das ja kein Sonnenaufgang mehr) … daher ist das sicherlich schon einige Monde her… aber mit Sonnenuntergang kann ich jeden Abend dienen :-)

3. Wenn du zurück denkst, welcher deiner Geburtstage hat dir am besten gefallen?
tatsächlich feiere ich meinen Geburtstag nicht. Aber ich liebe diese Tage an denen alles stimmig ist. Sonne scheint. Menschen sind gut zu mir. Ich habe ganz viel Ruhe und darf das machen, was mir gefällt (ohne Kompromiss) :-)

4. Was entscheidet beim ersten Kennenlernen, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?
Die Chemie. Ich mag laute Menschen nicht. Und diese präsenten „hier bin ich, finde mich toll – ich bin geil“ Typen auch nicht. Die, die reden ohne Luft zu holen und solche, die mir permanent das Gefühl geben, sie hätten noch ganz viel vor und wenig Zeit und wären immer auf dem Sprung – die sind nichts für mich.

Butterweich werde ich schnell mit den freundlichen, in sich ruhenden, eher introvertierten, eher leisen Persönchen, die was zu sagen haben, gepaart mit warmen Augen und einem offenen Blick. <3

5. Was machst du an einem Tag, der einfach nur für’n Arsch ist? Also, um dich aufzumuntern?
oh. An Tagen, an denen z.B. Rosie zu Besuch ist, nehme ich gern meine Captain Blaubeer Wärmflasche zu Hilfe und ne Runde Extraschlaf.

Wenn mich mein Chef geärgert hat, was nicht selten vorkommt, handwerkle ich (Möbel abschleifen, basteln, Balkonkästen begrünen) oder denke über einen Sandsack nach aber oft tuts auch meine selbstgemachte Voodoopuppe :-)

Manchmal – eigentlich viel zu oft – muss ich mich mit Kokosnusseis oder Kaffeesahneschokolade ruhig stellen. Ich arbeite an den Alternativen :-)

Fünf Fragen am Fünften / April 2018


Nic fragt. Ich versuche zu antworten :-)

1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern? 
eine Frage, die suggeriert, dass ich Party machen wollen würde :-) Und dann auch noch wild. Ne, so EINE bin ich nicht :-) Wandeln wir das ein wenig ab: mit wem würdest du gern einen angenehmen Abend verbringen:

Vera F. Birkenbihl, selten hat jemand auf so amüsante Art und Weise tiefergehende Weisheiten an den Mann bzw. die Frau / alt & jung gebracht <3 (Humor in unserem Leben) großartige kleine Frau (leider bereits verstorben)

mit den Beiden … ich würde so gern so tanzen können :-) das käme dann einer Party gleich :-)))

2. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?
definitiv. laut. und falsch :-) ich tanze so gar als Beifahrer :-)

3. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?
Insider: das lässt keinen alternativen Handlungsstrang zu :-)

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“ (Oscar Wilde)

4. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder grundsätzlich negativen Aura gibt?
Wir sind Energie. Ob diese als positiv/negativ eingeschätzt wird, unterliegt einer anmaßenden Bewertung ohne jegliche Objektivität. Es gibt für mich auch nicht „grundsätzlich böse/gut“. Wir sind alle die, zu denen wir gemacht wurden.

5. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags? 
meine Mittagspause beenden :-)

Spannendes Projekt von Nic. Die Antworten sind oft verschieden, gleich und hinter all diesen stecken Menschen, die mich überraschen, denen ich mich ggf. nah fühle. Danke dafür.  Link

Fünf Fragen am Fünften

Monatlich grüßt das Murmeltier <3
5 Fragen von Nic / Luzia Pimpinella

1. Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann?

Spontan wollte ich sagen „alles mit Fenchel“ – ich liebe Fenchel :-) ABER ich will ehrlich zu euch und vor allem zu mir sein. Ich bin nicht gerade super in Selbstliebe, also wäre ich wohl auch kein Fenchelgericht :-)

Ich wäre wahrscheinlich eine saisonale, regionale Gemüsepfanne. Ohne viel Schnickschnack. Alles schön mundgerecht geschnippelt, kross angebraten, wenig gewürzt (Salz ist mein Kryptonit) und unaufwendig mit einigen einheimischen Kräutern abgeschmeckt. Eher pur, vielleicht auch durch Linsen/Brot/Fleisch je nach Belieben ergänzt.
So gar nicht trendy. So gar nicht gehypt. Bodenständig! :-)

2. Welches Buch oder welche Bücher liebst du so sehr, dass die es / sie mehr als einmal gelesen hast?

Kinder bzw. Märchenbücher. Das ist aber auch die einzige Sparte an Büchern, die von mir mehrfach in die Hand genommen wird. Mir fällt kein Buch ein, das ich mehr als einmal komplett durchgelesen habe. Ich liebe gute Krimis, psychologisch und über 10 Ecken denkend aber ohne viel Mord und Totschlag. Selbstfindungslektüre ala „Das Kind in dir muss Heimat finden“ und gern auch Artikel, die sich mit Weltanschauungen kritisch auseinandersetzen bzw. mein Weltbild ggf. auf den Kopf stellen. Da kommt es dann auch vor, dass ich Passagen markiere bzw. irgendwo notiere. Ich lese aber tatsächlich derzeit eher weniger.

3. Entschuldigst du dich zu oft?

China. Sack Reis. Ich Schuld. Also natürlich neige ich reflexartig dazu, die Last der Welt auf meinen Schultern zu tragen und mich für Gott und die Welt zu entschuldigen ABER der reflektierte Teil in mir ist sich dessen bewusst und versucht das abzustellen :-)

Ich bin eher der diplomatische und sachliche Typ, daher fällt es mir tatsächlich leicht mich zu entschuldigen, wenn ich Bockmist gebaut habe. Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, brauch ich etwas Zeit, um eine Entschuldigung annehmen zu können. Entschuldigungen um des lieben Friedens Willen gehen für mich gar nicht. Da bin ich ganz Stier :-)

4. Wann und über was hast du das letzte Mal laut gejubelt?

Der Lieblingsmann neigt manchmal dazu sich theatralisch, fast hoch erotisch hihi von seiner Körperbekleidung zu trennen. Beim Anblick von wehenden Businesshemden und einem kreisenden Hüftschwung musste ich einfach in Jubel verfallen. Ging nicht anders :-) dabei habe ich mich doch sonst so gut unter Kontrolle :-))

5. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wo würde deine nächste Reise hingehen und wie würde sie aussehen?

Hm. Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem man nicht großartig die Welt bereisen konnte. Dann, als uns jeder Winkel dieses Erdballs zu Füssen lag, war ich mit dieser Freiheit überfordert und wollte sie nicht wirklich in Anspruch nehmen. So viele Jahre dachte ich, ich müsse reisen – weil ich es jetzt kann. New York, Neuseeland, Afrika, Indien, Thailand – Backpacking, der einzig wahre Weg die Welt zu erkunden. So viele schwärmen davon und berichten von wundervollen Erlebnissen und unglaublichen Bildern.

Es hat lange gedauert bis ich erkannt habe, dass dies nicht mein Traum ist und es auch nicht sein muss. Was Urlaub und reisen angeht, bin ich daher recht leicht glücklich zu machen. Sonne, viel Ruhe und Menschen, die ich gern um mich habe. Mehr brauche ich nicht. Und das kann ich auch auf meinen Balkon haben :-) Daher wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich den Balkon vergrößern :-) alternativ mir das Hexenhäuschen mit einem verwunschenem/verwilderten Garten zulegen, einem Apfelbaum und ganz vielen Obststräuchern :-)

„Fünf Fragen am Fünften“

 

So. Da bin ich. Ich schreibe hier schon einige Zeit aber NIE habe ich meine Seite irgendwie beworben/verlinkt bzw. öffentlich gemacht. Aus Gründen :-) Aber nun traue ich mich zum ersten Mal. Weil ich die Idee sehr schön finde und die Vorlage von Nic einfach super spannend ist und weil es nicht schaden kann, sich selbst die ein oder andere Frage zu stellen :-) so der Reflexion wegen :-)

1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?

Jap. Ich bin der klassische Frühaufwacher. Was vielleicht daran liegt, dass der Lüdde Neuzugang über uns schon recht früh Rabbatz macht. Alternativ liegt es am Lieblingsmann. Er schnarcht. Würde er so nicht zugeben. Ist aber so :-) Und wenn a und b nicht zutreffen, dann werde ich einfach wach, wenn es hell wird. Im Sommer also früher. Im Winter später :-). Aber munter und normal gut gelaunt bin ich dann immer.

2. Würdest du gern in die Zukunft blicken können?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde „nein“. Es wäre unheimlich spannend hinsichtlich der Lottozahlen am Samstag :-) Und bestimmt finde ich noch den ein oder anderen Grund weswegen ich definitiv „ja“ sagen könnte ABER grundsätzlich will ich nicht wissen, wann ich sterbe oder wann ich wen heirate oder ob ich mal auf dem Land lebe im ach so geliebten Hexenhaus oder doch eher in der 2 Zimmerwohnung im Plattenbau usw. Ich habe da dieses Vertrauen in den Lauf der Dinge, dass alles so kommen wird, wie es vorgesehen ist und daher kann ich mich entspannt zurücklehnen und nehmen was kommt.

3. Bist du gern allein?

Ja. Ich kann sehr sehr gut für mich sein. Ich fühle mich dabei nie (selten) einsam. Und ich geniesse die Ruhe und die Zeit wenn niemand um mich herum ist bzw. ich keine Pläne habe. Allerdings ist das eine aktive Entscheidung. Ich glaube, wenn ich allein sein müsste (weil eingesperrt in einer Gummizelle :-), dann würde mir ggf. auch irgendwann die Decke auf den Kopf fallen). Im Endeffekt gehöre ich wohl zu den Menschen, die das „allein sein“ so gar brauchen. Als inneren Ausgleich für all den Trubel da draussen.

4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?

Lass mich nachdenken. Nein :-) Oder doch. Wenn so ein richtig guter Song kommt. Und ich es nicht abwarten kann, endlich das Tanzbein zu schwingen, dann schon. Aber meist habe ich so einen homogenen Musikgeschmack, dass ich nie die Erste bin :-)

5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?

Ich gebe zu. Ich bin nicht die Spontanste. Ich überrasche Menschen gern, aber ich weiß das dann ja schon vorher :-) Hm. Ich kann dir um 12 Uhr sagen, worauf ich Lust beim Mittag habe. Aber das wars dann auch schon mit Spontanität :-)

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