eine Ode an die Freu(n)de…

du bist der bunte klecks in meinem alltagsgrau, das rosa einhorn in meiner tierwelt, der engel und auch der teufel auf der schulter, du bist schon so viele wege mit mir gegangen. seit so vielen monden bist du meine ebbe und meine flut. mein schlechtes gewissen und meine rückendeckung. du bist vorbild und spiegel. ich wäre gern so bunt wie du, so mutig, so außergewöhnlich aber ich bin ich. und ich bin dein größer fan <3 im hier und jetzt und sicher auch in der zukunft

auslagern…

Ich gestehe. Ich bin nicht wirklich aktiv. Zum einen ist dieser Blog immer noch mein privates kleines Basteltagebuch. Gedacht dafür, dass ich mich rückwirkend daran erinnere, was bereits alles meinem Veränderungswahn anheim gefallen ist. Damit ich Bilder wieder finde oder einfach nur erkenne, das die Zeit vergeht… wie im Fluge :-)

Hier kann ich mich ausdrücken. Wörtlich. Bildlich. Ganz für mich alleine. Ohne Angst haben zu müssen, dass sich irgendwer an meiner Groß/Kleinschreibung/Punktsetzung stört oder das meinen Worten zu viel Bedeutung beigemessen wird. Was mir sehr gut gefällt. Da ich immer noch ein sehr ambivalentes Verhältnis zum Thema „Aufmerksamkeit“ habe. Ich kann einen kleinen Teil meines Lebens teilen. Genau den, von dem ich denke, das ich in einem normalen Gespräch jemand damit langweilen könnte (z.B. diejenigen, die mit dem Thema Möbel oder Blythes nichts anfangen können) … daher kommt es hier rein und es liest nur mit, wer sich dafür interessiert :-)

Ich bewerbe & verlinke diesen Blog nicht. Und eigentlich sollten ihn nur einige wenige kennen. Aber durch Google/Suchmaschinen kommt auch der ein oder andere auf die Seite, den ich nicht kenne. Ggf. jemanden der sich für mich interessiert – ich mich aber nicht für ihn bzw. von dem ich gar nicht möchte, dass er sich für mich interessiert und bei dem ich auch nicht möchte, dass er etwas über mich weiß. Zwickmühle.

Ich denke darüber nach, den wörtlichen Part zu schützen. Und den Blythepart auszulagern. Mal sehen, wie lange ich brauche :-)

wenn liebe zur erinnerung wird & erinnerung zur liebe

liebling
Es gibt einen Geruch den ich wohl nie vergessen werde. Und jedes Mal, wenn ich ihn wahrnehme, dann weiß ich, jemand ist bei mir, der schon sehr lange von uns gegangen ist. Ähnlich ist es bei einer tief verwurzelten bildlichen Erinnerung. Einer schönen. Im Bauch warm machenden. Eine von denen, die daran erinnert, das lieb gewonnene Menschen einen Platz in unserem Herzen, in den Untiefen unseres Gehirns und wahrscheinlich auch im Universum hinterlassen… Auf deinem Knie sitzend, vor diesem Schreibtisch, alte Kontenblätter bemalend und der Geruch deiner Zigaretten … Das wird mir niemand nehmen können.

Dank meiner großartigen Familie steht dieser wunderschöne Schreibtisch … mit all den Erinnerungen… nun bei mir <3

home sweet home

kindheit
Am schönsten ist es zu Hause, sang schon Elfi Graf 1976 :-) und auch wenn ich mich oft nicht entscheiden kann, wo mein zu Hause ist, so ist es genau dort, wo ich herkomme. Der Ort, an dem ich geworden bin, wer ich jetzt bin. Hier haben meine Erinnerungen stattgefunden. Meine Vergangenheit. Aber zu Hause ist auch dort, wo ich jetzt bin, ich mich wohl fühle & mir mein Leben schick eingerichtet habe – dort, wo mein Herz ist und meine Erinnerungen entstehen.

Zu Hause. Die ersten Schritte, die ersten gesprochenen Worte, das erste Mal von der Treppe stürzen und wieder aufstehen. Mit Beule und blauen Flecken. Meine Kinderkrippe & Kindergarten. Der erste Kuss und das Pflaster, dass man von den KindergartenTanten auf den Mund geklebt bekommen hat, eben wegen dieses Kusses. Die zarten Freundschaften mit Kindern, die meine Eltern nicht wirklich für mich ausgesucht hätten (wenn es nach Ihnen gegangen wäre :-)). Die erste Klasse in der Schule und die letzte Klasse auf dem Gymnasium und dazwischen viele schöne aber auch unschöne Momente. Die ersten richtigen Freunde, die mit mir die Welt unsicher machten und welche, die nur für einen kurzen Augenblick in eben dieser kleinen Welt mitspielen durften/wollten. Das erste Mal verliebt sein in den Jungen, in den alle Mädchen verliebt waren. Der erste Kuss, der erste Freund, der erste Sex, der erste Liebeskummer. Das erste Mal rauchen hab ich ausgelassen :-) genauso wie das erste Mal richtig betrunken zu sein.

Ich habe in dieser Stadt gelernt, was Liebe bedeutet genauso wie ich Schmerzen und Trauer, Freude und Glück erfahren durfte. Hier lebt meine Familie, die Menschen, die mich so lange begleitet, mich unterstützt, manchmal auch ausgebremst aber vor allen Dingen niemals allein gelassen haben. Alles was ich brauchte, hatte ich. Und dennoch hat es mich fort gezogen. Zu anderen Städten. Zu anderen Menschen. Um zu wachsen. In mir. Und ich frage mich, was mich manchmal so reglos und unzufrieden macht, was ich von diesem Leben noch will, was es noch verlangt. Was ich noch tun soll, damit mein Herz zufrieden ist, damit es glücklich sein kann und sich zu Hause fühlt. Hier und im Jetzt.

festhalten um nicht zu vergessen. loslassen um sich fortzubewegen.

Sollte man Baby/Kinderfotos online stellen?

Das ist eine dieser Fragen, über die man geteilter Meinung sein kann und darf, denn es ist letztlich eine Typfrage. Sind Fotos der Kleinsten im Netz ein Risiko oder ist die Sorge darum übertrieben?

Grundsätzlich gilt für mich: was wissen wir schon, was unseren Kindern aktiv/passiv emotional/psychologisch schadet. Sie werden uns irgendwann damit konfrontieren, wenn sie alt genug sind, sich mit den verschiedensten Themen auseinander zu setzen. 

Was macht es z.B. mit einem Kind, wenn es anstatt der Gesichter der Eltern ständig ein Handy bzw. eine Kamera vors Gesicht gehalten bekommt? Wenn die Aufmerksamkeit nicht dem Wesen des Kindes gebührt, sondern dem Abbilden dessen. Wenn dieses Bedürfnis alles festzuhalten ggf. dafür sorgt, dass man dem Kind gegenüber nicht mehr loyal ist. Wenn das Ego des Erwachsenen nach Darstellung und Mitteilung so groß ist, dass dem Kind die Intimität (Privatsphäre) genommen wird, die Eltern bis zu einem gewissen Alter für ihre Kinder definieren. Wir wissen das alles nicht. Wir werden uns ggf. irgendwann selbst dafür zur Rechenschaft ziehen, Schuldgefühle entwickeln und vielleicht steht auch irgendwann einer unserer Sprösslinge vor uns mit dem vorwurfsvollen Blick „wie konntest du nur“… und alles was uns dann bleibt (ist zuweilen auch der leichteste Weg), ist uns und unserem Gegenüber einzugestehen, dass wir es nicht besser wussten und das wir versucht haben, das Richtige zu tun.

Ich habe dazu einen lesenswerten Blog kontroverser Meinungen gefunden. Um es vorweg nehmen, ich identifiziere mich eher mit der Meinung von Elina und da ich fast Wort für Wort genau das selbe/gleiche schreiben würde, es aber schon geschrieben steht… bitte hier weiterlesen